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Mario Freiermuth

Autor/Steinmetz/Content Manager
Safenwil, Schweiz

The Wall

  • Das Brunftverhalten juveniler Menschenjungen

    Auf der Suche nach einem Bahnhof, kamen wir an einem Park vorbei, in dem einige Halbstarke das Spielchen „Sehen und gesehen werden“ spielten
    Die meiste Zeit sahen sie jedoch nur sich selbst auf dem Handybildschirm reflektieren.
    Einige Jungs versuchten ihr Glück, indem sie das humane Brunftverhalten demonstrierten.
    Allgemein herrschte die Meinung vor, dass jener mit der lautesten und tiefsten Stimme, das Alphatier darstellen durfte.
    Da der Stimmbruch jedoch keine konstante Stimmlage zuliess, versuchten stets mehrere quietschende Penisträger diese Position einzunehmen.
    Es war ein Höllenlärm, doch so hatte jeder seine täglichen 15 Minuten Macht und die Aufmerksamkeit der Mädchen, die mit allen Mitteln versuchten so unnahbar wie nur irgendwie möglich zu wirken und bloss von Zeit zu Zeit ein gnädiges orgastisches Kichern von sich zu geben.
    Die Menschenmännchen juvenilen Alters sprangen darauf an wie die Motten auf das Licht und wie die Fliegen auf die Scheisse.
    Sie traten Mülleimer und Strassenlaternen um ihre maskuline Macht zu demonstrieren, und um Allen deutlich zu machen, dass sie doch schliesslich um ein Vielfaches stärker waren als diese aufmüpfigen Gegenstände, die sich ihrem übermächtigen Willen zu unterwerfen hatten.
    Die Mädchen pushten ihre Brüste, die Jungs ihren Schritt.
    Die Weibchen bemalten ihre Gesichter nach dem Muster, das sie auf der neuesten Ausgabe eines Jugendmagazins gesehen hatten.
    Die Männchen liessen ihren blassen Flaum auf der Oberlippe stehen, so wie es ihnen irgendein Sportler im Fernsehen empfohlen hatte.
    Sie spielten sich gegenseitig jenes Bild vor, das sie so attraktiv machte wie ihre Idole und weigerten sich dabei hartnäckig und beängstigend erfolgreich auch nur eine Spur von Charakter zu zeigen.
    Da alle Gleichgeschlechtlichen jedoch dasselbe Idol hatten, katapultierten sie sich so bloss wieder in dieselbe Ausgangslage zurück, die sie allesamt zu den gleichen kleinen Würstchen machte, die sie waren.


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  • Über den Valentinstag und Rosenpenisse

    Weshalb sich die Menschen von der Floristenbranche vorschreiben liessen, wann und in welcher Form sie ihre Liebe kundzutun hatten, hatte ich noch nie nachvollziehen können.
    Meiner Meinung nach gab es kaum etwas unromantischeres, als etwas vermeintlich romantisches zu tun, bloss weil dies von einem erwartet wurde.
    Zudem schien es mir stets etwas suspekt, sich die gegenseitige Liebe zu gestehen, indem man sich tote und verstümmelte Pflanzenteile schenkte.
    Es hatte mich aber stets ein wenig amüsiert, dass das Zeichen der Romantik ein abgetrenntes Geschlechtsteil einer Pflanze sein soll, weil dieses doch so toll duftete.
    Was jedoch die romantische Botschaft eines Rosenpenisses sein soll, hatte ich nie begriffen.


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  • Bratwurstphilosophie

    “Kostenlose Bratwürste“.
    Meine Poren öffneten sich für den sturzflutartigen Ausstoss von Angstschweiss als ich diese Worte auf dem grellen Schild vor mir las.
    Wenn es etwas gab, dass den Abschaum des Menschengeschlechts, nebst Schnäppchen, johlend aus ihren Löchern lockte, dann war es die Möglichkeit, die Zähne in eine fetttriefende Gratismahlzeit zu graben.
    Dabei spielte es keine Rolle, welchem gesellschaftlichen Stand die einzelnen Individuen der wogenden Menschenmasse angehörten. Sobald etwas kostenlos war, musste es unter den Nagel gerissen werden.
    Vor Gott und Gratisbratwürsten sind alle Menschen gleich.


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Satire, Gesellschaftskritik, schwarzer Humor

Der alltägliche Wahnsinn, verpackt in abstrakten Überlegungen. Diese sind gewürzt mit einer Prise schwarzer Satire und vulgärer Gesellschaftskritik. Geben Sie mir die Chance ihren Alltag mit meinen Überlegungen anzureichern und Sie jene Dinge hinterfragen zu lassen, welche als selbstverständlich gelten. Wenn ich Ihnen dabei noch ein Lächeln, und sei dies nur aus Schadenfreude, ins Gesicht prügeln kann, gilt mein Ziel als erreicht.

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